Sabotage fr Fortgeschrittene - Jonas Kamper macht den 11FREUNDE

November 2024 · 2 minute read

Wäsche­klam­mern sind wichtig. Die Tri­kots werden am Rücken gerafft und fest geklemmt, damit der Haupt­sponsor auf der Brust fal­ten­frei zur Gel­tung kommt. Die Bun­des­liga-Ver­eine machen ein ziem­li­ches Theater, wenn es um die Mann­schafts­fotos geht, die vor Sai­son­be­ginn geschossen werden. Fans sind beim Foto-Shoo­ting meist ver­boten. Faxen auch. Die hätte man am ehesten von Franck Ribéry erwartet, doch der Filou des FC Bayern ist noch gar nicht zum Ablichten gebeten worden. Die erste Foto-Sabo­tage des Jahres gelang einem Spieler von Arminia Bie­le­feld.

Auf dem Mann­schafts­bild der Ost­west­falen ent­deckten Foto­grafen eine Post­karte, die vor der Brust des Nach­wuchs­mannes Zlatko Janjic zu schweben scheint. Die Karte zeigt das Gesicht einer Frau, die ihre Zunge her­aus­streckt. Der ver­däch­tige Janjic beeilte sich, seine Hände in Unschuld zu waschen: Ich zer­störe mir doch nicht meine Kar­riere, in dem ich irgend­welche Faxen mache!“

Straf­zah­lung von 10.000 Mark

Einen Tag später zeigte sich Jonas Kamper geständig, der auf dem Foto neben Janjic pos­tiert war. Die Zunge auf der Post­karte sei ein Gruß an alle Experten gewesen, die Arminia den Abstieg pro­phe­zeit hätten. Pech: Trainer Michael Front­zeck fand die Aktion weder sym­bol­trächtig noch lustig und stauchte den Dänen vor ver­sam­melter Mann­schaft zusammen.

Kamper ist glimpf­lich davon gekommen. Andere Witz­bolde zahlten für ihre Streiche viel Geld – oder bekamen Sta­di­on­verbot.

Weil er mit Mit­spie­lern um 1.000 Mark gewettet hatte, zog der Schalker Thorsten Legat auf dem Mann­schafts­foto der Saison 2000/01 die Hose bis zu den Brust­warzen. Der Scherz blieb unbe­merkt, das Bild erschien im Kicker-Son­der­heft. Schalke-Manager Rudi Assauer ver­don­nerte Legat zu einer Straf­zah­lung von 10.000 Mark.

Lebens­langes Haus­verbot

Der König der Foto-Sabo­teure ist Karl Power. Der arbeits­lose Brite schlich 2001 in Spiel­klei­dung auf den Rasen des Münchner Olym­pia­sta­dions. Er stellte sich zu den Spie­lern seines Lieb­lings­klubs Man­chester United, der in der Cham­pions League gegen Bayern antreten sollte. Bis auf Gary Neville pro­tes­tierte nie­mand – ihm erzählte Power, es sei für einen guten Zweck. Das kuriose Foto ging um die ganze Welt. Für eine ähn­liche Aktion erhielt Power von ManU später lebens­langes Haus­verbot.

Franck Ribéry wird sich beim Foto-Shoo­ting der Bayern stre­cken müssen – die Mess­latte für Streiche liegt hoch. Luca Toni Hasen­ohren zu ver­passen, wird allen­falls ein müdes Lächeln her­vor­rufen. Das Bayern-Wappen auf Podol­skis Trikot heim­lich durch ein Köln-Logo zu ersetzen, wäre dagegen schon ein Kra­cher.

Unsterb­lich würde sich Ribéry machen, wenn er Lothar Mat­thäus auf das Foto schmug­geln könnte. Bei der Viel­zahl von Klins­mann-Assis­tenten würde das gar nicht auf­fallen. Lothar würde bestimmt mit­ma­chen – so hätte er es doch noch einmal auf das Mann­schafts­bild der Bayern geschafft.

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